Bernsteinvorkommen

Bisher sind auf allen Kontinenten (außer Antarktis) Bernsteinvorkommen bekannt geworden und weitere werden hinzukommen. Nur wenige dieser Fundorte sind abbauwürdig oder von wirtschaftlicher Bedeutung. Vereinzelte Harze (Bernstein Arten) enthalten fossile Organismen (Inklusen). Als besonders attraktive Fundstätten mit hochinteressanten Bernsteineinschlüssen gelten neben dem Baltischen Bernstein der Dominikanische-, Libanon-. New Jersey-, Sibirische- und Bitterfelder Bernstein. (aus Broschüre „Bernstein“ von M. Kutscher)

Die bekannteste Fundregion Europas ist der baltische Raum. An den Küsten der Ostsee- Anrainerstaaten kann man nach Frühjahrs- und Herbststürmen Bernstein an der Strandkante finden. Besonders an den Küsten Polens, des Samlands und der baltischen Republiken sind die Funde reichlich. Die deshalb auch Baltischer Bernstein genannte Art hat ein weites Verbreitungsgebiet.

An der deutschen Nordseeküste liegen nach schweren Stürmen aus westlicher und südwestlicher Richtung häufig größere Bernsteinbrocken am Flutsaum, im Seetang und Sprockholz. Besonders erwähnt sei hier die Hitzbank vor St. Peter- Ording auf der Halbinsel Eiderstedt in Schleswig-Holstein. Auch an der deutschen Ostseeküste wird immer wieder Bernstein gefunden. Hier sind es insbesondere die Küstenabschnitte vor der Halbinsel Fischland-Darss-Zingst und an den Küsten von Rügen und Usedom.

Seit 1669 ist der Sächsische oder Bitterfelder Bernstein bekannt. Die Bernsteinlagerstätten dieser Region waren lange Zeit vergessen und sind erst seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt und genutzt worden. Das Fundgebiet ist ergiebig, und bis zu 50 Tonnen Bernstein konnten jährlich gefördert werden. Neben zahlreichen wissenschaftlich interessanten Inklusen lässt sich der Bernstein aus Bitterfeld dank hoher Qualität und einer breiten Farbpalette gut zu Schmuck verarbeiten.