Entstehung des Bernsteins

Mit der Entwicklung der modernen Pflanzenwelt bzw.der Fähigkeit dieser Pflanzen, größere Harzmengen auszuscheiden, finden sich die größten Konzentrationen
fossiler Harze vor allem im Sediment der Kreide, des Tertiärs und des Quartärs der Nordhemisphäre. Im Eozän, vor ca. 40 Mio. Jahren, war das heutige Gebiet der Ostsee noch Festland, und weite Teile waren mit dichten „Bernsteinwäldern“ bedeckt, die hauptsächlich aus Koniferen mit z.T. sehr starkem Harzfluss bestanden. Die Harzströme lagerten sich in Waldböden, Moore und Gewässer ein und konnten sich so im Laufe der Jahrmillionen zu einem der schönsten Schmuck steine entwickeln – dem Bernstein.

Wegen seiner oft gold braunen Farbe und seiner Herkunft wird der baltische Bernstein gern als „Gold des Nordens“ oder „Gold der Ostsee“ bezeichnet. In der „Blauen Erde“ bei Palmnicken haben Meeresströme und Eiszeiten den Bernstein so stark angereichert, dass er dort seit mehr als hundert Jahren abgebaut werden kann.