Vorkommen & Verwendung

Finde das Gold des Meeres

Weltweites Bernsteinvorkommen

Bernstein kommt auf fast allen Kontinenten vor - mit Ausnahme der Antarktis. Neben dem Baltischen Bernstein gelten vor allem Vorkommen in der Dominikanischen Republik, im Libanon, in New Jersey, Sibirien und Bitterfeld als wissenschaftlich interessant.

Die bekannteste Fundregion Europas ist der baltische Raum. An den Küsten der Ostsee wird nach Frühjahrs- und Herbststürmen immer wieder Bernstein angespült - besonders in Polen, im Samland und in den baltischen Staaten. Auch an der deutschen Ostseeküste, etwa auf Fischland-Darß-Zingst, Rügen oder Usedom, lassen sich Funde machen. An der Nordsee kann man ebenfalls Bernstein entdecken, wie etwa vor St. Peter-Ording.

Ein weiteres bedeutendes Vorkommen liegt in Bitterfeld in Sachsen. Dort wurde der sogenannte Bitterfelder Bernstein wiederentdeckt und in größeren Mengen gefördert - geschätzt für seine Qualität und seine vielfältigen Farbnuancen.

Das Gold des Meeres ist weltweit zu finden - doch an der Ostsee hat es seine bekannteste Heimat.

Entstehung & Eigenschaften

Vielseitig seit Jahrtausenden

Verwendung von Bernstein

Bernstein wird seit der Jungsteinzeit geschätzt - vor allem als Schmuckstein und für kunstvolle Objekte. Ob Figurenschnitzereien, Mosaike oder das berühmte Bernsteinzimmer. Das Gold des Meeres wurde schon früh kreativ verarbeitet.

Doch seine Nutzung ging weit darüber hinaus. Aus Bernstein entstanden Lacke mit besonderer Härte und Beständigkeit, Öle zur Holzbehandlung sowie Bestandteile für Farben und Kunstharze. Auch in Laborgeräten und technischen Bauteilen fand er Verwendung - nicht zuletzt wegen seiner guten Isolationseigenschaften.

Bereits in der Antike wurde Bernstein zudem medizinisch genutzt. Im Laufe der Geschichte fand er Eingang in verschiedene Heiltraditionen und wird bis heute in bestimmten Bereichen der Naturheilkunde eingesetzt.

Und auch im Alltag begegnet er uns weiterhin, als Handschmeichler, Schmuck oder Beißkette.

Bernstein ist also nicht nur schön, sondern wird seit Jahrhunderten vielseitig genutzt.

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